Knirschschiene – Der beste Zahnschutz

Knirschschiene bei anhaltendem Bruxismus

Viele Menschen, die im Alltag unter Stress leiden, neigen zum Zähneknirschen. Das Knirschen findet in der Regel unwillkürlich statt. Das bedeutet, dass Betroffene das Knirschen nicht absichtlich ausführen. Um Schäden durch den sogenannten Bruxismus zu vermeiden, kann eine Knirschschiene getragen werden.

Schwerwiegende Folgen durch Bruxismus

Was im ersten Moment eher harmlos klingt, kann sich auf lange Sicht als sehr schädlich erweisen. Durch den hohen Druck, welchem der Kiefer dauernd ausgesetzt wird, kann auf die Dauer ein stechender Kopfschmerz entstehen. Auch Verspannung im Nacken und Rücken können auftreten.

Ein weiteres Phänomen: Bei vielen Knirschern nimmt nicht nur der Kiefer selbst, sondern auch der Zahnschmelz Schaden. Tragen Knirscher zumindest nachts eine entsprechende Schiene, so kann man das Schlimmste verhindern. Wer auf eine Knirschschiene verzichtet, bei dem baut sich der schützende Schmelz nach und nach ab.

Durch die permanente Reibung kann es außerdem zu feinen Rissen in der Zahnoberfläche kommen. Ohne eine Knirschschiene drohen so starke Schäden, dass man den Zahn eines Tages mit einer Krone versorgen muss. Kommt diese Hilfe zu spät, so nützt auch das Tragen eines Schutzes nichts mehr. Ein verlorener Zahn muss man in der Folge mit einem Implantat oder durch einen anderen Zahnersatz ersetzen.

Die Knirschschiene als Mittel gegen Zahnschäden

Auf lange Sicht sollten Betroffene versuchen, etwas gegen den Stress im Alltag zu tun. Hierfür sind jedoch Maßnahmen notwendig, die in der Regel eher auf lange Sicht hin realisierbar sind. Sofortige Abhilfe schafft hingegen die Knirschschiene. Die Schiene kann man sich auf Kosten der Krankenkassen vom Zahnarzt an Patienten mit Bruxismus aushändigen lassen. Hierzu nimmt man einen Abdruck. Auf dessen Basis erstellt das Labor ein Modell und fertigt eine individuelle Knirschschiene an.

Ein Nachteil der Knirschschiene vom Zahnarzt: Dieses Modell besteht auf Kunststoff und hält gerade bei starkem Bruxismus nicht länger als ein paar Monate. Wer sich eine Knirschschiene wünscht, die einiges aushält, der kann auf ein Modell aus anderem Material zurückgreifen.

Generell ist es wichtig, dass die Knirschschiene optimal zum eigenen Kiefer und zu den Zähnen passt. Ansonsten kann es passieren, dass sich die Schmerzen nach dem Knirschen noch verstärken. Das passiert allerdings nur, wenn die Schiene schlecht sitzt und gegen einzelne Zähne, den Gaumen oder das Zahnfleisch drückt.

So wendet man die Knirschschiene an

Die meisten Betroffenen knirschen vor allem nachts unbemerkt mit den Zähnen. Aus diesem Grund bietet es sich an, die Knirschschiene vor dem Zubettgehen einsetzen. Die Schiene stört nicht beim Schlafen, weil sie sehr dünn und leicht ist. Dennoch verhindert sie effektiv, dass die Zähne durch zu viel Reibung oder hohen Druck Schaden nehmen.

Wer auch tagsüber stark knirscht, der kann sich überlegen, die Knirschschiene tagsüber zu tragen. Sofern die Knirschschienenicht beim Arbeiten, Sprechen oder Trinken stört, ist das kein Problem. Zum Essen muss die Schiene natürlich herausgenommen werden.

Gereinigt wird die Knirschschiene entweder mit einer weichen Bürste und einem Klecks Zahnpasta oder mit klarem Wasser und milder Seife. Wichtig hierbei ist, dass man auch die feinen Zwischenräume reinigt. Nach der Reinigung sollte man die Schiene abtrocknen und an der Luft lassen, damit sich keine Gerüche bilden.

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